How To: HDR Bilder in Gimp erstellen

Wer wie ich gerne und oft mit Gimp arbeitet hat einige Funktionen aus Photoshop sicherlich auch schon schmerzlich vermisst. Das erstellen von HDR (high dynamic range) Bildern gehört da sicherlich dazu. Sucht man allerdings etwas im Internet wird man schnell fündig. Für Gimp gibt es ein Plugin das genau dieses  Defizit beseitigen soll. Über diesen Artikel bin ich auf das Plugin exposure-blend gekommen. Herunterzuladen gibt es das Plugin auf dieser Seite. Bei mir hat der Download allerdings nicht auf Anhieb geklappt. Nach einem Klick auf den Downloadlink hat sich bei mir das Plugin in Textform geöffnet. Abhilfe schafft da ein Rechtsklick und “Ziel speichern unter”.

Installation


Die Installation von Plugins in Gimp ist generell eine einfache Sache. Dazu muss die Datei lediglich in dem Script Verzeichnis von Gimp abgelegt werden. Wer sich nicht sicher ist wo das Verzeichnis ist kann unter >> Einstellungen >> Ordner >> Skripte nachschauen. Hat man das Plugin dort abgelegt muss man Gimp neu Starten. Danach findet man das Plugin unter >>Filter >> Exposure Blend.

Erste Schritte

Nachdem wir das Plugin installiert haben wollen wir mal Versuchen unser erstes HDR Bild in Gimp zu erstellen.  Was wir für ein HDR Bild brauchen sind drei Ausgangsbilder mit unterschiedlichen Belichtungen. Ich hab dafür mal folgende Bilder genommen.

HDR-Vorlage Belichtung normal

Belichtung Normal

HDR-Vorlage Belichtung unterbelichtet

Belichtung Kurz

HDR-Vorlage Belichtung überbelichtet

Belichtung lang

Wer gerade keine eigenen Bilder zur Hand hat, kann gerne diese verwenden. (Rechtsklick- Ziel speichern unter)

Da wir nun unser Ausgangsmaterial haben, kommen wir nun zum eigentlichen Teil unserer Arbeit.
Unter >>Filter>>Exposure Blend >> Blend rufen wir unser Plugin auf. Das Fenster welches sich öffnet sieht folgendermaßen aus.

Gimp HDR Plugin - Exposure blend

Unter “Normal Exposure” wählen wir das normalbelichtete Bild aus. Genauso verfahren wir mit den kurz- sowie lang belichteten Bildern.
Mit den restlichen Einstellungsmöglichkeiten muss man ein wenig spielen um das für sich passende Ergebnis zu erreichen. In meinem Fall hatte ich nach ein paar Versuchen den Wert “Blend Mask Blur Radius” auf 24 gestellt und alle anderen Werte unverändert gelassen.
Wir bestätigen unsere Einstellungen nun mit Ok. Je nach Rechenleistug dauert der nachfolgende Vorgang ein Weilchen, denn jetzt werden unsere drei unterschiedlich belichteten Bilder zusammengeführt.

Als Ergebnis kommt bei mir folgendes HDR Bild raus.

HDR-Unbearbeitet

Somit hätten wir unser erstes Gimp HDR erstellt. Was mir an diesem Bild allerdings noch nicht so richtig gefallen hat, war das die Farben flach und kontrastlos waren. Ich hab das Bild als PNG Datei in Gimp abgespeichert und in Lightroom importiert. Hier hab ich noch etwas am Kontrast herumgespielt und sowohl bei den Wolken als auch bei den Reben einen Verlauf hinzugefügt um den Blick mehr auf das kleine Dörfchen zu lenken. Es soll ein bischen danach aussehen als ob sich der Himmel über dem Dorf aufgetan hat. :)

So jetzt hab ich euch genug auf die Folter gespannt. Hier kommt nun mein fertiges Bild. Bestimmt nicht perfekt, aber sicherlich ein kleiner Schritt nach Vorne!

HDR-Final erstellt mit Gimp

Der Wettergott ist doch ein Winzer!

So nun sind wir am Ende dieses How To´s angekommen. Ich hoffe diese Anleitung war hilfreich für euch und ihr konntet sie gut umsetzen. Nun bin ich auf eure Ergebnisse gespannt. Würde mich freuen das eine oder andere HDR Bild von euch zu sehen.
Wenn ihr dieses How To nützlich findet dürft ihr es gerne weiterempfehlen und verlinken.

Die in dieser Anleitung gezeigten Bilder dürfen gerne für eigene Zwecke benutzt werden.
Creative Commons Lizenzvertrag
Weinberge von Sebastian Muthwill steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.
Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie unter http://www.waszumkuckuck.de erhalten.


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Comments
  • Ich habe Gimp noch gar nie verwendet, falls ich aber jemals Zeit dafür finde, schaue ich mir das sehr gerne einmal an. Vielen Dank für dein tolles Tutorial! ^_^

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