Blog über Fotografie :: Technik :: Hausautomation

Rückblick: ALL4ONE Double-Workshop in Heidelberg

Hier kommt der versprochene Artikel über den ALL4ONE  Double-Workshop von Michael Gelfert (Blog, Twitter) in Heidelberg.
Dies war meine erster Foto-Workshop und sollte gleichzeitig als Einstieg in die People- und Studiofotografie dienen.
Als noch eher unerfahrener Hobbyfotograf geht man in so einen Workshop eher mit gemischten Gefühlen. Zumindest war das bei mir so. Auf der einen Seite ist da eine große Vorfreude, auf der anderen Seite fragt man sich, wie wird das wohl sein mit einem professionellem Studioblitz, professionellen Models und einem professionellem Fotograf an der Seite zu arbeiten. Außerdem sind da noch die ganzen anderen Hobbyfotografen die wahrscheinlich eh alle viel mehr Ahnung haben wie man selbst und natürlich auch das bessere Equiptment.

Doch diese Befürchtungen haben sich natürlich nicht bestätigt. Alles war ganz easy und entspannt…

Ort des Geschehens war das alte Studio von Michael Kirchner (Blog, Twitter). Treffpunkt 12 Uhr mittags. Michael Gelfert verteilte gleich zu Anfang Namensschilder, was das ansprechen unter einander sehr erleichterte. Die Teilnehmer wurden durch die Farben der Karten auch gleich in zwei Gruppen unterteilt. Diese teilten sich auf die zwei Sets auf.

Set 1 bestand aus minimal Equipment:

  • 1x Stativ
  • 1x Blitz (Elinchrom D-Lite)
  • 1x Reflektionsschirm

Set 2 dagegen trumpfte mit der Technik mehr auf.

  • 1x Blitz (Hensel Expert Pro 500)
  • 1x Softbox
  • 1x Galgenstativ
  • 1x PC und Monitor für tethered Shooting
  • 1x Belichtungsmesser

und natürlich 2 phantastische Modelle welche ihren Job wirklich sehr gut gemacht haben.

Am Set 1, an welchem ich eingeteilt war, erklärte Michael erstmal das ganze Equipment und wie man dieses richtig zusammen baut. Danach ging es gleich an´s shooten. Was mir hier sehr gut gefallen hat war, das jeder sein gesamtes Set von Grund auf alleine aufbauen sollte. Man hatte so den ganzen Tag über den Blitz samt Zubehör ein paar mal auf und ab gebaut und sich somit an den Umgang mit der Materie gewöhnt.
Aber schauen wir uns doch einfach mal die Ergebnisse von den insgesammt 4 verschiedenen Lichaufbauten am Set 1 an.

Der erste Lichaufbau

Freies Setup. Hier war die Lichtführung jedem selbst überlassen. Bei mir stand das Licht 45° zur Kameraachse und 45° nach unten.

Der zweite Lichtaufbau

Rembrandtlicht! Für diesen Aufbau ist das Lichtdreieck auf der Schattenseite charakteristisch.

Der dritte Lichtaufbau

HighKey – Übrigens ist das Bild mein Favorit aus dem Shooting.

Der vierte Lichtaufbau

Hochfrontal

Das Modell auf den Bildern vom Set 1 ist übrigens Mona.

Da wir ja wie Anfangs erwähnt zwei Set´s hatten, kam nach ca. 4 Stunden der Wechsel zum zweiten Set. Dort kam dann neben dem „besseren“ Equipment noch das tethered Shooting hinzu. Die Technik welche sich dahinter verbirgt ist eigentlich relativ simpel. USB Kabel an die Kamera, mit dem Laptop verbunden und schon kann es los gehen. Naja in der Theorie zumindest. Ich hatte nämlich nicht das passende Kabel für meine Kamera dabei. Aber was solls, ich hab dann einfach um das Gefühl vom tethered Shooting auch mal erleben zu können mir die Kamera von Andreas geschnappt. Danke an dieser Stelle nochmal! Das Witzige an dem ganzen ist, man schaut nachdem  man ein Bild geschossen hat, immer gleich auf´s Kameradisplay. Nur bekommt man da nichts zu sehen. Das aufgenommene Bild erscheint mit einer kleinen Verzögerung von ca. 2 Sekunden nur auf dem Monitor.

Hier kommen nun also die Bilder vom Set 2. Am Lichtaufbau hat sich hier im vergleich zum Set 1 nichts geänder. Es wurde lediglich anderes Equipment dafür genutzt.

Darf ich vorstellen, hier ist Kerstin.

Lichtaufbau 1

Haben wir beim 2. Set aus Zeitgründen ausgelassen.

Lichtaufbau 2

Lichtaufbau 3

Lichtaufbau 4

Ich persönlich fand den Workshop einfach großartig. Denn ich hab nicht nur viel vom Thema gelernt, sondern konnte auch mal Gleichgesinnten über die Schulter gucken und mir hier und da bei ihnen was abschauen.
Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen von allen Teilnehmern bei Michael und Anton für die tolle Durchführung bedanken. Natürlich geht auch ein Dank an die zwei netten Modelle.

Wer jetzt auch Lust auf einen Workshop bekommen hat, der sollte sich auf jeden Fall den Blog von Michael in seinen Feedreader legen. Wie er mir gesagt hat will er in Zukunft noch andere Workshops machen, wenn auch nicht zwingend in Heidelberg und Umgebung. Ein schon für Anfang 2011 geplanter Workshop ist der “Fashion & Beauty-Portrait” DOUBLE-Workshop Dresden.

Update: Links zu anderen Seiten die ebenfalls mit dem Workshop zu tun haben:

  • Kurzes Review zum Workshop von Michael Gelfert
  • Martin Wolf hat in einem Screencast ein Bild vom Workshop bearbeitet

In diesem Sinne: „Frohe Weihnachten“!

Wie sind den eure Erfahrungen?  Welche Meinung habt ihr zu dem Thema? Ich würde mich freuen wenn ihr euch in den Kommentaren an dem Thema beteiligen würdet. Oder habt ihr vieleicht sogar Interesse hier einen Gastartikel zu verfassen dann könnt ihr über folgende Seite mit mir in Kontakt treten.

2 Kommentare

  1. Hallo ,

    Vielen Dank für dne Artikel und das Lob.

    Von mir hier nur ein paar GANZ KLEINE Korrekturen:

    Setting 1.1 war das „freie Setup“, also nicht zwingend 45/45. Da war jeder sich selbst überlassen.

    Setting 2.1 liessen wir nicht nur aus Zeitgründen weg, sondern auch deshalb, weil das „freie“ da nach den bereits gelernten Setups ja nicht mehr sehr viel Sinn gemacht hätte.
    Die Reihenfolge der Settings variierte übrigens am Set 2, was man auch an den Bildern sehen kann. 😉

    Zum Tethered Shooting 2 Kleinigkeiten:
    1. Ich bin überrascht, wie viele unterschiedliche Anschlüsse an den Kameras es dafür inzwischen gibt. Ein ziemlich unsinniges Wirrwarr der Hersteller. Wir hatten alle gängigen USB-Kabel dabei (normal, mini, micro) und dennoch konnten wir nicht jeden anstöpseln. :-/
    2. Je nach Software sieht man die Bilder auch auf der Kamera und nicht NUR auf dem Monitor. Das haben wir bei unserer allerdings nicht hinbekommen. Ich werde weiter nachforschen.
    Andererseits ist es auch interessant mal bewußt zu merken, wie oft man „chimping“ betreibt (also das ständige Bildkontrollieren an der Kamera).

    Schönen Gruß

    MiGel

  2. P.S.: An Set 2 hatten wir zusätzlich auch noch den Belichtungsmesser. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.