Hundesport und der Ärger mit dem Autofokus

Nachdem ich letzte Woche am Samstag bei den Nachtaufnahmen nicht so erfolgreich war, hatte ich am Sonntag gleich die Gelegenheit mich auf einem neuen Feld zu versuchen. Die Sportfotografie. Besser gesagt die Hundesportfotografie (gibts diesen Begriff überhaupt?).
Aber bevor ich mich jetzt hier in technischen Details verliere schaut euch erstmal ein paar Bilder an.

 

An der Kamera habe ich folgende Einstellungen vorgenommen: Blende: f 5,6 Belichtungszeit: 1/800 – 1/1250 Autofokus: A-C (automatische Nachführung) Spottmessung

Der Autofokus ist auch der Knackpunkt an der ganzen Geschichte. Die Hunde sind oft so schnell das der Autofokus an meiner NIKON D90 oft gar keine Chance hatte zu reagieren. Ich habe mir dann mit einem kleinen Trick beholfen. Aber der Reihe nach.

Ich bin beim fotografieren folgendermaßen vor gegangen.

Da ich bei sowas noch nie dabei war habe ich mir erst einmal ein paar Sprünge angeschaut um abzuschätzen wie sich die Hunde verhalten und wo genau sie zu welchem Zeitpunkt sind um zu wissen wo ich zu diesem Zeitpunkt mit meiner Kamera sein muss. Da die Hürden relativ niedrig sind hab ich immer aus der Hocke fotografiert. Ich habe mir einen Ausschnitt gesucht und dann gewartet bis der Hund ankommt und dann abgedrückt.

Ok, ganz so einfach ist es dann nun doch wieder nicht. Denn mit einmal abdrücken den Hund genau an der Stelle einzufrieren ist schon Glückssache. Hier muss man einfach die Serienbildfunktion der Kamera benutzen. Meine macht ca. 4,5 Bilder pro Sekunde was mit ein wenig Übung ausreichend ist. Hier habe ich auch festgestellt, dass es hilfreich ist beide Augen offen zu haben. Mit dem einen schaut man durch den Sucher um sicher zu stellen das man den Ausschnitt noch hat und mit dem anderen kann man gut beobachten wo sich der Hund gerade befindet um im richtigen Augenblick auszulösen.
Nach den ersten 100 Bildern werdet ihr feststellen das die Ergebnisse immer besser werden und ihr immer treffsicherer werdet. War zumindest bei mir so.

Der einzige Hacken an der ganzen Sache ist allerdings wie anfangs schon erwähnt der Autofokus. Die Hunde waren so schnell das er es fast gar nicht geschafft hat nachzuführen. Hier hilft es sich vorher den Fokus zu holen und ihn mittels der AE-L/AF-L Taste kurzzeitig zu speichern. Was auch eine Möglichkeit ist, ist einmal scharf zu stellen und den AF abzuschalten. Ich habe hier die AE-L/AF-L Taste benutzt indem ich versucht habe vorher auf die Stange scharf zu stellen und bei gedrückter AE-L/AF-L Taste und halb gedrücktem Auslöser dann auf den Hund zu warten.

Alles in allem macht es richtig viel Spaß den Tieren beim Training zu zu schauen. Vorausgesetzt man hat keine Angst vor Hunden ;)


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Comments
  • Für schnelle Sportarten soll Nikon angeblich nicht die beste Wahl sein … und so ein Hund ist schon ganz schon schnell. Da ich aber eher “langsam” mit meiner D200 knipse ist mir das bisher wurscht. canon sieht man am Spielfeldrand in der Tat öfter … was wohl seinen Grund hat.

    Allerdings würde ich die bilder nicht als schlecht bezeichnen. Für ne Zeitung allemal gut genug.
    cu
    Holger

  • Hallo Sebastian,

    also für den Anfang finde ich die Fotos nicht so übel…
    habe schon schlechtere gesehen, -und das abgedruckt!!
    Dir fehlt einfach die Routine. Bei jeglicher Art der Sportfotografie heißt es üben, üben, üben! Ich hatte anfangs auch 70 bis 80% Ausschuss. Heute sind es 10-15%.
    Was nicht zu vernachlässigen ist; die Kamera und das Objektiv.
    Wenn die Cam einen langsamen AF hat, und das Objektiv keinen Ultraschall-Antrieb, dann brauchst Du gar nicht erst ernsthaft anzufangen.
    Es ist deprimierend! Man glaubt es lege immer am Fotografen.
    Die technische Voraussetzung muss aber gegeben sein!

    Was mir an den Fotos allerdings auffällt, ist die Belichtung.
    Die Fotos scheinen bei Mittagssonne entstanden zu sein.
    Die hellen Partien sind zu hell und die Schatten teilweise nur schwarz. Ist das so auch im Original, oder nur hier auf der Website?
    Hast Du schon mal mit RAW versucht. Da kann man noch vieles „rausholen“!

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