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Vorüberlegungen zur Hausautomatisierung

Wer sich dafür entschieden hat, sein Haus oder seine Wohnung zu Automatisieren, der ist gut beraten sich vorher einig Gedanken zu machen was er eigentlich erwartet und welche Anforderungen seine zukünftige Haussteuerung erfüllen soll. In diesem Artikel gehe ich auf ein paar Details ein, welche mir am Anfang durch den Kopf gegangen sind.

Wenn ihr so wie ich dabei seit ein Haus Kern zu Sanieren, gerade frisch am bauen seit oder sonst irgendwie die Möglichkeit habt massiv in die Elektrik einzugreifen, dann habt ihr sehr gute Voraussetzungen. Wer allerdings mit seiner vorhandenen Elektroinstallation auskommen muss, weil er z.B. in einer Mietwohnung wohnt oder einfach nichts verändern will/kann, der ist natürlich etwas eingeschränkt. Allerdings gibt es auch hier noch genügend Möglichkeiten.

Vorüberlegungen

Was soll gesteuert werden?

Als erstes sollte man sich ein paar Gedanken darüber machen was man eigentlich so alles automatisieren möchte. Und zwar wenn es geht nicht nur jetzt, sondern auch was in Zukunft evtl. noch dazu kommen könnte. Klingt erstmal etwas komisch, allerdings macht es durchaus Sinn sich einfach mal vorzustellen was später mal alles so gehen könnte. Hier darf auch gerne der Fantasie freien Lauf gelassen werden. 🙂

Beispiele gefällig? Gerne:

  • Lichtsteuerung: das ist denke ich mal der Klassiker. Licht an und aus schalten, Wohnzimmerbeleuchtung dimmen, Aquarium-, Garten-, Hofbeleuchtung, etc

Was auch in diese Richtung geht und beim lesen bei euch hoffentlich direkt Begehrlichkeiten weckt, sind beispielsweise Sachen wie:

  • Beleuchtungsszenarien in Abhängigkeit von: Anwesenheit, Zeit, Helligkeit, Tageszeit, Einbruch und weiterer netter Spielereien.
  • Heizungssteuerung: Der Hersteller ELV bietet regelbare Thermostatköpfe, welche sich auch in die Haussteuerung integrieren lassen.
  • Rolläden und Markisen eignen sich ebenso perfekt zum Steuern wie Hof- oder Garagentore und anderer elektrisch angetriebene Teile.
  • Multimedia Steuerung: Licht aus, Fernseher, DVD-Player und Kuschelbeleuchtung an und Film ab! Mehr muss ich zu dem Thema wohl nicht sagen oder?

Wie soll gesteuert werden?

Neben dem was, spielt auch das wie eine Rolle. Hier gibt es ebenso viele Möglichkeiten welche man sich anschauen sollte. Neben der Steuerung von einzelnen Aktoren über die vorhandene Hausinstallation, sprich Lichtschalter, gibt es hier auch einige weitere tolle Möglichkeiten sich das Leben etwas besser zu machen.

Wir hätten da z.B.:

  • mobile Fernbedienungen
  • aufklebbare Lichtschalter
  • Unterputzschalter
  • Bewegungsmelder
  • Smartphones (Android, iPhone, iPad)
  • Weboberfläche

Ausgangssituation

Was natürlich auch nicht zu verachten ist, ist die momentane Ausgangssituation. Wenn ihr mit einer vorhandenen Hausinstallation auskommen könnt, dann seit ihr wie bereits am Anfang schonmal erwähnt nicht ganz so frei und flexibel in der Gestaltung.

Da ich unser Haus quasi komplett Saniert und eh alle Kabel und Dosen neu verlegt habe, konnte ich überall „tiefe“ Dosen setzen, was das nachträgliche montieren von UP (Unterputz) Aktoren wesentlich vereinfacht.

Da ich meine Automatisierung Stück für Stück aufbaue und nicht von Anfang an überblicken konnte wo ich später mal etwas steuern will, hab ich von jedem Schalter weg und zu jeder Lampe hin ein gesondertes 3 Adriges Kabel bis auf den Speicher gezogen und dort für so ziemlich jeden Raum eine oder mehrere Feuchtraumdosen gesetzt, in denen ich die Kabel dann verschalten kann.
Dies hat den Vorteil, dass ich auch nachträglich eine Lampe oder ähnliches ansteuern kann. Der Nachteil liegt natürlich in den zum Teil nicht unerheblichen Kabellängen die man verbauen muss. Was natürlich die Gesamtkosten erhöht.

Warum Fhem und FS20 und kein Bus-System?

Es gibt auf dem Markt natürlich eine Menge an unterschiedlichen Automatisierungslösungen. Sicherlich ist da die eine oder andere Lösung dabei welche für „nicht Technik afifne Menschen“ besser scheint.
Lösungen welche auf einem Bus-System aufbauen, haben für mich einen entscheidenden Nachteil. Es muss zu jedem Gerät ein separates Kabel gezogen werden. Ein Umstand der in einem Neubau sicherlich noch machbar ist, spätestens wenn man allerdings nachträglich doch noch eine Lampe oder Steckdose schalten möchte, sieht man ganz schön alt aus.

Wie auch immer, ich habe mich für Funk entschieden und mit dem Fhem-Server ein, für mich, unschlagbares System gefunden.

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